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Israel- Die erste Woche

Die erste Woche hatte ich ein Einführungsseminar, in dem uns vor allem die jüdische Kultur nahe gelegt wurde und wir viel von Jerusalem sahen.

Erste Eindrücke…

Die Menschen in Israel legen sehr wert auf Regeln, erwecken jedoch gleichzeitig den Eindruck sich auf keine Regel einzulassen.

Einerseits hat jedes Viertel Jerusalems sein ganz eigenes Flair. Das arabische Viertel scheint einfach nur aus einem großen Durcheinander zu bestehen, die Straßen kann man alles andere als sauber oder angenehm riechend beschreiben. In der Altstadt sind die engen, grob gepflasterten Gassen, voll gestopft mit Ständen und Märkten, an denen man all das kaufen kann, was das Herz begehr. Von östlichen Süßigkeiten bis hin zu traditionellen Gegenstände und Drogerieartikel. An jedem dritten Stand gibt es zahlreiche verschiede Obstsorten zu entdecken, die nicht nur für unsere Verhältnisse mehr als billig sind, sondern uns auch wirklich erkennen lassen, wie Sonnengereiftes Obst zu schmecken hat, was natürlich auch für jegliche Gemüsesorten gilt.

Die Süßspeisen sind auf jedenfalls probierenswert, übertreffen jedoch unsere Gewohnheiten was Zucker bzw. den Grad von Süße angeht. Die Männer tragen meist leicht östlich angehauchte Kleider, während die Frauen auch bei völliger Hitze vermummt sind.

Das jüdische Viertel scheint einer ganz anderen Welt anzugehören, wie dem arabischen, in der so viele verschiedene Juden aufeinander treffen, vom normalen Jugendliche, der sich nur durch seine Kiba zu erkennbar macht, bis hin zu dem orthodoxen Juden, der in seiner schwarzen Tracht, mit großen Hut, Vollbart und Schläfenlocken seinen Alltag begeht. Frauen tragen hier knöchellange Röcke, und Oberteile die die Ellenbogen verdecken. Kopftücher zeigen, dass sie verheiratet sind.

Die Straßen sind wesentlich sauberer und das jüdische Volk ist vielmehr auf Kunst bezogen al s die Araber. Auch auf ihren Märkten ist so gut wie alles erhaltbar. Egal wo man ist, man sollte nie auf das Handeln verzichten.

 

Auch als Tourist sollte man in der Altstadt immer auf seinen Kleidungsstil achten. Es zeugt einfach von Respekt wenn man darauf achtet, seine Knie und Schultern bedeckt zu halten, auch wenn es anfangs in der Hitze etwas erschwerlich wirkt. Übernimmt man den freizügig, westlichen Stil wird einem unverzüglich ein gewisser Lebensstil zugeschrieben, den die Menschen in Jerusalem aus westlichen Filmen und westlicher Pornografie kennen gelernt haben.

 

So scheint Jerusalem echt die Schnittstelle von Judentum, Christenrum und dem Islam, aber auch von Alt und Neu,  von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunkt.

8.8.08 11:40
 


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