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Arbeit und andere Hobbys

Ein jeder weiß, wie schnell einen Eindrücke und Erfahrungen so schnell überfluten, dass man eigentlich gar nichts mehr zu Wort bringen kann.

Nun 3 Wochen in Israel, 2 Wochen schon arbeitend hab ich mich nun endgültig eingelebt und muss sagen, mir fehlt es an nichts außer an Vollkorn. Doch auch wenn ich ein halbes Jahr auf Vollkorn verzichten muss, hab ich gelernt alles positiv zu sehn und kann sagen: Ich darf mich ein halbes Jahr auf Vollkorn freuen.

Die Arbeit ist wesentlich erfüllender als meine Freizeit, besonders weil man plötzlich Sinn im Dasein findet. Wo so manche israelische Mitarbeiter grauenhaft grob mit den älteren Menschen umgehen, kann man selbst ein bisschen mehr Geduld, Ruhe, Liebe und vieles mehr verschenken.

Die Kommunikation liegt noch etwas lahm, aber das wichtigste was man mit jeder neuen Sprache lernt ist wohl, dass ein Lächeln besser funktioniert als geübte Sprache.

So wechsel ich eben jeden Morgen mit einem Lächeln die Windeln, ziehe die Menschen mit einem Lächeln an und füttere sie geduldig mit einem Lächeln. Und schon bin ich sprachlos beliebter als die kommunikationsfähigen Mitarbeiter.

Ein maßloses Glück überkommt einen dann, wenn man von allen Seiten umringt wird, da alle mit einen Reden wollen.. Wenn man dann die perfekte Tonlage trifft, um den Alten Menschen zu signalisieren das man jedes Wort versteht, auch wenn das Gegenteil der Fall ist, schlägt man auch die Langeweile der Alten Herrschaften tot.

 

Im Großen und ganzen gab es noch nie eine Aufgabe, die mir so viel Spaß gemacht hat, die mich mit so viel Freude erfüllt hat, als diese.

18.8.08 20:08


Israel- Die erste Woche

Die erste Woche hatte ich ein Einführungsseminar, in dem uns vor allem die jüdische Kultur nahe gelegt wurde und wir viel von Jerusalem sahen.

Erste Eindrücke…

Die Menschen in Israel legen sehr wert auf Regeln, erwecken jedoch gleichzeitig den Eindruck sich auf keine Regel einzulassen.

Einerseits hat jedes Viertel Jerusalems sein ganz eigenes Flair. Das arabische Viertel scheint einfach nur aus einem großen Durcheinander zu bestehen, die Straßen kann man alles andere als sauber oder angenehm riechend beschreiben. In der Altstadt sind die engen, grob gepflasterten Gassen, voll gestopft mit Ständen und Märkten, an denen man all das kaufen kann, was das Herz begehr. Von östlichen Süßigkeiten bis hin zu traditionellen Gegenstände und Drogerieartikel. An jedem dritten Stand gibt es zahlreiche verschiede Obstsorten zu entdecken, die nicht nur für unsere Verhältnisse mehr als billig sind, sondern uns auch wirklich erkennen lassen, wie Sonnengereiftes Obst zu schmecken hat, was natürlich auch für jegliche Gemüsesorten gilt.

Die Süßspeisen sind auf jedenfalls probierenswert, übertreffen jedoch unsere Gewohnheiten was Zucker bzw. den Grad von Süße angeht. Die Männer tragen meist leicht östlich angehauchte Kleider, während die Frauen auch bei völliger Hitze vermummt sind.

Das jüdische Viertel scheint einer ganz anderen Welt anzugehören, wie dem arabischen, in der so viele verschiedene Juden aufeinander treffen, vom normalen Jugendliche, der sich nur durch seine Kiba zu erkennbar macht, bis hin zu dem orthodoxen Juden, der in seiner schwarzen Tracht, mit großen Hut, Vollbart und Schläfenlocken seinen Alltag begeht. Frauen tragen hier knöchellange Röcke, und Oberteile die die Ellenbogen verdecken. Kopftücher zeigen, dass sie verheiratet sind.

Die Straßen sind wesentlich sauberer und das jüdische Volk ist vielmehr auf Kunst bezogen al s die Araber. Auch auf ihren Märkten ist so gut wie alles erhaltbar. Egal wo man ist, man sollte nie auf das Handeln verzichten.

 

Auch als Tourist sollte man in der Altstadt immer auf seinen Kleidungsstil achten. Es zeugt einfach von Respekt wenn man darauf achtet, seine Knie und Schultern bedeckt zu halten, auch wenn es anfangs in der Hitze etwas erschwerlich wirkt. Übernimmt man den freizügig, westlichen Stil wird einem unverzüglich ein gewisser Lebensstil zugeschrieben, den die Menschen in Jerusalem aus westlichen Filmen und westlicher Pornografie kennen gelernt haben.

 

So scheint Jerusalem echt die Schnittstelle von Judentum, Christenrum und dem Islam, aber auch von Alt und Neu,  von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunkt.

8.8.08 11:40





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